CFD-Simulation: Strömungs- und Kühloptimierung beherrschen
CFD-Simulation macht Strömung und Wärme sichtbar: Designs früh validieren, Druckverluste reduzieren, Kühlung optimieren und Entwicklung beschleunigen.
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CFD-Simulation zur effizienten Optimierung von Strömung und Kühlung
Aufgrund der verkürzten Entwicklungszyklen im globalen Wettbewerb steht die moderne Produktentwicklung heute unter anderem vor der Herausforderung, komplexe Strömungs- und Wärmeprozesse schnell und kostengünstig zu optimieren. Eine CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics) bietet dafür die ideale Lösung: Sie macht unsichtbare Strömungen, Temperaturfelder und aerodynamische Effekte virtuell sichtbar und ermöglicht eine präzise Designvalidierung noch vor dem ersten Prototyp. Diese numerische Berechnungsmethode löst rechnerisch die komplexen Navier-Stokes-Gleichungen und liefert detaillierte Einblicke in Strömungsverhalten, Druckverluste, Wärmeübertragung und Kühlleistung.
Grundlagen der CFD-Simulation: Von der Theorie zur praktischen Anwendung
Eine CFD-Simulation basiert auf den physikalischen Gesetzen der Strömungsmechanik und verwendet numerische Methoden, um Flüssigkeitsbewegungen mathematisch zu beschreiben. Der Prozess beginnt mit der Diskretisierung der Strömungsdomäne in ein rechnergestütztes Gitter (Mesh), wobei die Geometrie in Millionen kleiner Zellen aufgeteilt wird. In jeder Zelle werden dann die Erhaltungsgleichungen für Masse, Impuls und Energie gelöst.
Die Herausforderung liegt in der korrekten Modellierung komplexer Phänomene wie Turbulenz, Wärmeübertragung, Verbrennung oder Mehrphasenströmungen. Moderne Ansätze wie RANS (Reynolds-Averaged Navier-Stokes), LES (Large Eddy Simulation) oder DNS (Direct Numerical Simulation) bieten je nach Anforderung und verfügbarer Rechenleistung unterschiedliche Genauigkeitsgrade. RANS ist aufgrund des Kompromisses zwischen Rechenleistung und Ergebnisqualität der Industriestandard, während LES nur für spezielle Anwendungen geeignet ist, bei denen die diskrete Auflösung größerer Wirbel erforderlich ist.
Insbesondere bei der Kühloptimierung spielt die gekoppelte Simulation von Strömung und Wärmeübertragung eine zentrale Rolle. Hier werden nicht nur die Druck- und Geschwindigkeitsfelder, sondern auch Temperaturverteilungen, Wärmeflussdichten und konvektive Wärmeübergangskoeffizienten berechnet. Dies ermöglicht die präzise Vorhersage von Hotspots, die Bewertung von Kühlkonzepten und die Optimierung von Wärmetauschern.
Der dreistufige CFD-Workflow: Von der Geometrie zu Ergebnissen
Vorverarbeitung: Die Grundlage für zuverlässige Ergebnisse
Der erste Schritt einer CFD-Simulation umfasst die Definition des Problems und die Auswahl eines geeigneten Rechenmodells. CAD-Geometrien werden für die Simulation vorbereitet, wobei häufig Vereinfachungen erforderlich sind, um die Rechenzeit zu begrenzen. Die Netzgenerierung ist entscheidend für die Ergebnisqualität: Zu grobe Netze führen zu weniger genauen Ergebnissen, während zu feine Netze die Rechenzeit exponentiell verlängern.
Randbedingungen wie Eintrittsgeschwindigkeiten, Temperaturen, Wandeigenschaften und Druckverhältnisse müssen physikalisch korrekt definiert sein. Die Auswahl von Turbulenzmodellen, Materialdaten und Solver-Einstellungen bestimmt maßgeblich die Prognosequalität und die Laufzeit der Simulation.
Rechnen/Lösen: Hochleistungsrechnen für komplexe Strömungen
Die eigentliche Berechnung wird iterativ von numerischen Solvern durchgeführt, die die diskretisierten Gleichungen an jedem Gitterpunkt lösen. Moderne CFD-Software parallelisiert diese Berechnungen auf Hochleistungscomputern (HPC — High Performance Computing), sodass selbst komplexe, transiente Simulationen mit Millionen von Zellen in akzeptabler Zeit durchführbar sind.
Bei stationären Simulationen werden zeitgemittelte Zustände berücksichtigt, während transiente Ansätze zeitabhängige Phänomene wie Pulsationen, Startvorgänge oder periodische Strömungen erfassen. Die Konvergenz der Lösung wird anhand der Residuen der Erhaltungsgleichungen oder benutzerdefinierter Parameter, z. B. des Massenflusses durch eine Oberfläche, überwacht. Eine Simulation gilt als konvergiert („ausgeglichen“), wenn sie für eine bestimmte Anzahl von Iterationen unter den festgelegten Konvergenzkriterien bleibt und diese somit erfüllt.
Nachbearbeitung: Erkenntnisse für technische Entscheidungen
Die Auswertung der Simulationsergebnisse wandelt numerische Daten in ingenieurreife Informationen um. Stromlinien visualisieren Geschwindigkeitsfelder, Konturdiagramme zeigen Temperatur- oder Druckverteilungen, und Vektordarstellungen machen Wirbel und Rezirkulationszonen sichtbar. Da 3D-CFD-Simulationen dafür prädestiniert sind, Strömungsdaten visuell ansprechend darzustellen, werden die Ergebnisse zunächst qualitativ bewertet. Dies hilft dem Entwickler, das Strömungsverhalten für die spezifische Anwendung zu verstehen und ein Gefühl dafür zu bekommen.
Im nächsten Schritt liefern quantitative Auswertungen integrierte Größen wie Druckverluste, Wärmeübertragungen, Massenströme oder einwirkende Kräfte. Diese quantitativen Parameterauswertungen ermöglichen direkte Vergleiche verschiedener Konstruktionsvarianten und bilden die Grundlage für fundierte Optimierungsentscheidungen.

Anwendungsbereiche: Wo CFD-Simulationen entscheidende Vorteile bringen
Strömungsoptimierung in technischen Systemen
CFD-Simulationen zeigen ihre Stärken bei der Optimierung sowohl interner als auch externer Flüsse. Bei internen Strömungen wie Rohrleitungen, Ventilen, Pumpen oder Kompressoren können Strömungstrennungen, Rezirkulationszonen und Druckverluste präzise lokalisiert und durch geometrische Anpassungen minimiert werden. Dies führt zu höheren Wirkungsgraden, einem niedrigeren Energieverbrauch und einer geringeren Geräuschentwicklung.
Für externe Strömungen, etwa um Fahrzeuge, Drohnen oder Wohnstrukturen, ermöglicht die CFD-Analyse eine gezielte Reduzierung des Luftwiderstands sowie die Optimierung von Kühl- und Belüftungskonzepten. Durch virtuelle Variantenvergleiche können Konstruktionsentscheidungen schon früh im Entwicklungsprozess validiert und die Anzahl physischer Prototypen reduziert werden, was die Entwicklungszeit und die Entwicklungskosten erheblich senkt.
Kühloptimierung für Elektronik und Maschinenbau
Die thermische Simulation ist ein Kernbereich der modernen CFD-Simulation. Elektronische Bauteile, Batteriesysteme, Elektromotoren oder Leistungshalbleiter erzeugen Verlustwärme, die effizient abgeführt werden muss. CFD ermöglicht eine detaillierte Analyse der Wärmeflusspfade, die Identifizierung von Hotspots und die Bewertung verschiedener Kühlkonzepte.
Luftgekühlte Systeme sind hinsichtlich Lüfterpositionierung, Luftführung und Lamellengeometrie optimiert. Die Flüssigkeitskühlung erfordert eine Analyse der Kühlmittelströme, der Wärmetauscherleistung und der Druckverluste im Kühlkreislauf. Die anspruchsvolle, aber wertvolle Simulation der Kavitation ist auch hier wichtig, um heiße Stellen und Verschleiß zu vermeiden. Passive Kühlkonzepte nutzen natürliche Konvektion und Wärmeleitung, was besonders bei geräuscharmen oder wartungsfreien Systemen relevant ist.
Aerodynamische Entwicklung für Fahrzeuge und Maschinen
Externe Strömungen rund um Fahrzeuge, Flugzeuge, Drohnen oder Windturbinen bestimmen maßgeblich deren Leistung und Energieeffizienz. Die CFD-Simulation ermöglicht eine detaillierte Analyse von Luftwiderstand, Auftrieb, Seitenkräften und aerodynamischen Momenten bereits in frühen Entwicklungsphasen.
Die Fahrzeugaerodynamik zielt auf einen minimalen Luftwiderstand für einen niedrigen Kraftstoffverbrauch ab und gewährleistet gleichzeitig die Fahrstabilität und die Kühlluftversorgung. Im Sportwagen- oder Motorsportsegment ist Abtrieb auch relevant, um die Traktion bei Kurvenfahrten mit hohen Geschwindigkeiten zu erhöhen. Bei Flugzeugen stehen das Verhältnis von Auftrieb und Luftwiderstand, das Absturzverhalten und die Effektivität der Steuerfläche im Mittelpunkt.
CFD-Simulationssoftware: Tools für die professionelle Strömungsanalyse
Kommerzielle High-End-Lösungen
Professionelle CFD-Simulationssoftware, sowohl als eigenständige Software wie Ansys Fluent, Siemens Simcenter STAR-CCM+, Convergent Science als auch als CAD-integrierte CFD-Add-Ons wie Simcenter FloEFD, bieten umfassende Funktionen für komplexe Strömungsprobleme. Diese Programme beherrschen turbulente Strömungen, Mehrphasenphysik, chemische Reaktionen und gekoppelte multiphysikalische Simulationen.
Ansys Fluent gilt als Industriestandard für allgemeine CFD-Anwendungen und bietet robuste Solver für stationäre und transiente Probleme. Die Software unterstützt paralleles Rechnen und ermöglicht die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben durch Makros und Scripting.
Siemens Simcenter STAR-CCM+ ist ebenfalls weit verbreitet und zeichnet sich durch seine integrierte Geometrieverarbeitung, automatische Netzgenerierung und fortschrittliche Turbulenzmodelle aus. Die Software spielt ihre Stärken insbesondere bei bewegten Geometrien und der Kopplung von Fluidstrukturen aus.
Open-Source-Alternativen für spezielle Anwendungen
OpenFOAM (Open Field Operation and Manipulation) ist eine frei verfügbare CFD-Toolbox, die durch ihre Flexibilität und Erweiterbarkeit überzeugt. Der modulare Aufbau ermöglicht die Entwicklung maßgeschneiderter Solver für spezielle Anwendungen, erfordert jedoch tiefere Kenntnisse der CFD-Theorie und der Linux-Systeme.
SU2 ist ein Open-Source-Projekt, das auf Optimierung und Multiphysik-Simulationen spezialisiert ist. Es eignet sich besonders für aerodynamische Formoptimierungen und angrenzende Konstruktionsstudien.
Cloud-basierte und benutzerfreundliche Lösungen
SimScale, ein deutsches Unternehmen, bietet browserbasierte CFD-Simulationen in der Cloud an und macht leistungsstarke Berechnungen ohne lokale Hardwareinvestitionen zugänglich. Die intuitive Benutzeroberfläche erleichtert den Einstieg, während die Cloud-Infrastruktur automatisch skaliert.
Simcenter FloEFD lässt sich nahtlos in CAD-Workflows integrieren und bietet geführte Simulationsprozesse für typische Anwendungsfälle. Dies reduziert die Trainingszeit und minimiert Anwendungsfehler, während gleichzeitig der gesamte Entwicklungsprozess durch die Verschmelzung von CAD- und CFD-Domänen komprimiert wird.
Auswahl des CFD-Simulationsprogramms: Kriterien für die richtige Entscheidung
Definition anwendungsspezifischer Anforderungen
Die Wahl des geeigneten CFD-Simulationsprogramms hängt in erster Linie von den zu lösenden strömungstechnischen Problemen ab. Einfache interne Strömungen mit Wärmeübertragung erfordern andere Fähigkeiten als komplexe Mehrphasenströmungen mit chemischen Reaktionen oder bewegten Geometrien.
Laminare Strömungen bis zu Reynoldszahlen von etwa 2300 können mit einfacheren Modellen und gröberen Maschen berechnet werden. Turbulente Strömungen erfordern spezielle Turbulenzmodelle wie k-ω-, k-ω-, SST- oder Reynolds-Spannungsmodelle, was die Anforderungen an Software und Rechenleistung erhöht.
Integration in bestehende Entwicklungsprozesse
Die moderne Produktentwicklung zeichnet sich durch CAD-Integration und Workflow-Automatisierung aus. CFD-Software sollte nahtlos mit gängigen CAD-Systemen wie SolidWorks, Solid Edge oder Creo kommunizieren und parametrische Geometrieänderungen unterstützen.
Die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben durch Makros, Stapelverarbeitung oder API-Schnittstellen reduziert die Verarbeitungszeiten und minimiert menschliche Fehler. Die Versuchsplanung (DoE) und Optimierungsalgorithmen ermöglichen systematische Parameterstudien und automatische Designverbesserungen.
Lizenzmodelle und Gesamtbetriebskosten
Kommerzielle CFD-Software verursacht erhebliche Lizenzkosten, die bei der Budgetplanung berücksichtigt werden müssen. Node-Locked-Lizenzen sind für einzelne Workstations kostengünstig, während Floating-Lizenzen Flexibilität für Teams bieten. Für Hochleistungsdatenverarbeitung sind häufig zusätzliche HPC-Lizenzen erforderlich.
Cloud-basierte Lösungen bieten Pay-per-Use-Modelle, die besonders für den sporadischen CFD-Einsatz attraktiv sind. Bei der Betrachtung der Gesamtkosten müssen nicht nur Lizenzgebühren, sondern auch Hardwareinvestitionen, Wartung, Schulung und Support berücksichtigt werden. Die Kosten für einen Simulationsingenieur mit entsprechender CFD-Jahreslizenz und Workstation- oder HPC-Rechenstunden können schnell 200.000€ pro Jahr erreichen. Viele Unternehmen greifen daher auf externe Ingenieurbüros zurück, die sich auf CFD-Simulation spezialisiert haben.
Validierung und Genauigkeit: Vertrauen in CFD-Ergebnisse aufbauen
Netzkonvergenz und numerische Genauigkeit
Die Qualität des Rechennetzes bestimmt maßgeblich die Genauigkeit der CFD-Simulation. In Studien zur Netzkonvergenz wird systematisch der Einfluss der Netzfeinheit auf die Ergebnisse untersucht. Es werden sukzessive Netzverfeinerungen durchgeführt, bis sich die relevanten Größen nicht mehr signifikant ändern.
Wandnahe Strömungen erfordern besonders feine Maschen, wobei für eine genaue Grenzschichtauflösung dimensionslose Wandabstände y+ von weniger als 1 erforderlich sind. Mithilfe der adaptiven Netzverfeinerung können kritische Bereiche automatisch identifiziert und die Zelldichte entsprechend angepasst werden.
Experimentelle Validierung und Benchmarking
CFD-Ergebnisse sollten regelmäßig anhand experimenteller Daten validiert werden, um Vertrauen in die Prognosequalität aufzubauen. Häufig verwendete Referenzfälle sind der Taylor-Green-Wirbel zur Überprüfung der numerischen Dissipations- und Turbulenzmodellierung, der nach hinten gerichtete Stufenfluss zur Analyse von Strömungsablösungen und Rezirkulationszonen und der Zylinderfluss zur Untersuchung instationärer Wirbelablösungen und Druckverteilungen.
Die experimentelle Validierung kann durch Partikelbildgeschwindigkeitsmessung (PIV), Laser-Doppler-Anemometrie (LDA) oder Druckmessungen durchgeführt werden. Insbesondere für neue Anwendungsbereiche oder unkonventionelle Geometrien ist eine experimentelle Validierung unverzichtbar. Auch ohne Validierung sind 3D-CFD-Simulationen sehr wertvoll, da sie zumindest qualitative Ergebnisse liefern, d. h. Tendenzen, die für die Bewertung von Parametersensitivitäten extrem wichtig sind. Spätestens mit der experimentellen Validierung können CFD-Ergebnisse auch quantitative Ergebnisse liefern und zunehmend echte Prototypen ersetzen.

KI-gestützte CFD: Beschleunigte Entwicklung durch maschinelles Lernen
Ersatzmodelle für die Entwurfserkundung in Echtzeit
Künstliche Intelligenz revolutioniert die CFD-Anwendung durch den Einsatz von Surrogatmodellen (Ersatzmodellen). Diese nutzen maschinelles Lernen, um komplexe CFD-Zusammenhänge durch schnell auswertbare mathematische Modelle anzunähern.
Neuronale Netze, Gaußsche Prozessregression oder Unterstützungsvektormaschinen können das Strömungsverhalten anhand von CFD-Daten innerhalb von Sekunden statt Stunden nach dem Training vorhersagen. Dies ermöglicht umfangreiche Parameterstudien, Optimierungen in Echtzeit und die Erkundung des Konstruktionsraums mit Tausenden von Varianten.
Wenn Sie Ihre eigenen Surrogatmodelle mit maschinellem Lernen erstellen möchten, die Ihre Entwicklungszeiten drastisch reduzieren können, können Sie sich gerne an uns wenden.
Automatisierte Geometrieoptimierung
Evolutionäre Algorithmen, Gradientenmethoden oder Partikelschwarmoptimierung können automatisch optimale Geometrien für strömungstechnische Anwendungen finden. Die Kopplung der CFD-Simulation mit Optimierungsalgorithmen wird durch parametrisierte CAD-Modelle und automatisierte Workflow-Orchestrierung erreicht.
Deep-Learning-Ansätze können direkt geometrische Verbesserungsvorschläge aus Strömungsfeldern ableiten und so den traditionellen Trial-and-Error-Prozess durch datengetriebene Entwicklung ersetzen. Generative Entwurfsmethoden schaffen völlig neue geometrische Formen, die herkömmliche Konstruktionsansätze oft übertreffen.
Praktische Umsetzung: Von der Idee zur validierten CFD-Lösung
Projektplanung und Anforderungsdefinition
Erfolgreiche CFD-Projekte beginnen mit klaren Zielen und realistischen Erwartungen. Die zu untersuchenden physikalischen Phänomene, die erforderlichen Genauigkeiten und die verfügbaren Ressourcen müssen definiert werden. Typische Projektphasen umfassen Machbarkeitsstudien, Modellentwicklung, Validierung und Optimierung.
Die Abstimmung zwischen CFD-Spezialisten und Designern ist entscheidend für praxisrelevante Ergebnisse. Ingenieure müssen verstehen, welche Konstruktionsparameter den Durchfluss beeinflussen und wie CFD-Erkenntnisse in konkrete Konstruktionsänderungen umgesetzt werden können.
Qualitätssicherung und Dokumentation
Professionelle CFD-Projekte erfordern eine systematische Qualitätssicherung durch dokumentierte Arbeitsabläufe, Plausibilitätsprüfungen und Review-Prozesse. Simulationsmodelle müssen rückverfolgbar aufgebaut und alle Annahmen transparent dokumentiert werden.
Zu den bewährten Methoden gehören die Versionskontrolle von Geometrien und Einstellungen, automatische Konvergenzprüfungen und eine strukturierte Ergebnisdokumentation. Dies gewährleistet die Reproduzierbarkeit und erleichtert die Zusammenarbeit in Entwicklungsteams.
Fazit: CFD-Simulation als Wegbereiter für innovative Strömungs- und Kühlungsoptimierung
Die CFD-Simulation hat sich als unverzichtbares Werkzeug für die moderne Produktentwicklung etabliert. Sie ermöglicht es Ingenieuren, komplexe Strömungs- und Wärmeübertragungsphänomene zu verstehen, Konstruktionsschwächen frühzeitig zu erkennen und innovative Lösungen zu entwickeln. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Software, Hardware und Methoden, insbesondere durch KI-Integration, erweitert ständig die Anwendungsmöglichkeiten.
Für Unternehmen, die strömungstechnische Optimierung in ihre Produktentwicklung integrieren möchten, ist die Wahl der richtigen CFD-Strategie von entscheidender Bedeutung. Felsaris unterstützt Sie mit flexiblen CFD-On-Demand-Lösungen, die sofortige Simulationskapazität ohne langfristige Verpflichtungen bieten. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin und erfahren Sie, wie CFD-Simulation Ihre Entwicklungsprozesse beschleunigen und Ihre Produkte verbessern kann.
Häufig gestellte Fragen zur CFD-Simulation
Was kostet eine professionelle CFD-Simulation?
Die Kosten für CFD-Simulationen variieren stark je nach Komplexität und Umfang. Einfache stationäre Simulationen beginnen bei etwa 2.000 bis 5.000€, während komplexe transiente oder mehrphasige Simulationen je nach Anzahl der Entwurfsiterationen 10.000 bis 25.000€ kosten können. On-Demand-Dienste bieten flexible Lösungen ohne hohe Lizenzinvestitionen, typischerweise zwischen 4.500 und 25.500€ für eine Projektdauer von 1 bis 6 Monaten.
Wie lange dauert eine CFD-Simulation?
Die Berechnungsdauer hängt von der Komplexität des Problems, der Maschengröße und der verfügbaren Rechenleistung ab. Einfache stationäre Simulationen können in Stunden berechnet werden, während komplexe transiente Analysen Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Moderne Parallelisierung und Cloud-Computing reduzieren die Berechnungszeiten erheblich. Als praxisorientierte Faustregel gilt, dass keine reguläre CFD-Simulation länger als 48 Stunden laufen sollte. Andernfalls sollte die Rechenleistung erhöht oder die Komplexität reduziert werden.
Welche Genauigkeit erreichen CFD-Simulationen?
Bei korrekter Modellierung und Validierung erreichen CFD-Simulationen Genauigkeiten von 1-10% für technische Anwendungen. Turbulenzmodelle, Netzqualität und Randbedingungen beeinflussen die Präzision erheblich. Die experimentelle Validierung ist für kritische Anwendungen unverzichtbar, um Vertrauen in die Ergebnisse aufzubauen.
Kann CFD Experimente vollständig ersetzen?
CFD-Simulationen ergänzen Experimente, ersetzen sie aber nicht vollständig. Sie reduzieren die Anzahl der notwendigen Prototypen erheblich und ermöglichen kostengünstige Parameterstudien. Für endgültige Validierungs- und Abnahmemessungen sind jedoch noch Experimente erforderlich, da reale Systeme immer Effekte enthalten, die in der Simulation vereinfacht werden.
Welche Hardwareanforderungen haben CFD-Simulationen?
Modernes CFD erfordert leistungsstarke Hardware mit Mehrkernprozessoren (mindestens 8-16 Kerne), 32-128 GB RAM und schnellen SSDs. Grafikkarten beschleunigen bestimmte Berechnungen, sind aber nicht zwingend erforderlich. Cloud-basierte Lösungen machen Hardware-Investitionen überflüssig und bieten eine beliebig skalierbare Rechenleistung.